Stahlgeländer vor Bunkeröffnung mit Faunazugang © BUND RLP, Eva-Maria Altena

© BUND RLP, Eva-Maria Altena

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Jungfüchse am Bunker

© Manfred Trinzen

Ist eine Maßnahme zwingend erforderlich, wird sie möglichst im Einklang mit der Natur durchgeführt. Eingänge zu Stollen oder ehemalige Bunkertüren werden nicht mit Stahltüren verplombt, wenn sie zu einem Lebensraum für Tiere wurden. Sie bekommen spezielle Vergitterungen, die ein Einfliegen von Fledermäusen ermöglichen und ein Schlupfloch für Säugetiere wie Füchse oder Wildkatzen belassen.

Ehemals nur teilweise beseitigte Ruinen, die zertrümmert und übererdet wurden, können inzwischen wieder gefährliche Spalten aufweisen. Im Lauf der Zeit ist die über den Trümmerhaufen geschüttete Erde nachgerutscht und wurde zwischen die Betonbrocken gespült. Hier ist eine erneute Verschließung unerlässlich. Die unterirdischen Hohlräume können bereits von Tieren besiedelt worden sein oder können es potentiell werden – sie sollen erhalten bleiben. Um sowohl die Sicherheit zu gewährleisten, als auch dem Naturschutz Genüge zu tun, können Betonrohre eingebaut werden, wie sie auch im Straßenbau verwendet werden. Der Mehraufwand ist verhältnismäßig gering, der Nutzen umso größer. Durch diese Röhren können z.B. Füchse die Ruinen wieder besiedeln, für Menschen insbesondere für Kinder sind die Durchmesser jedoch zu gering.

Bei stark gesprengten Ruinen wurden die zahlreichen hervorstehenden Eisen in der Vergangenheit oft abgetrennt, wodurch scharfe Schnittkanten entstanden. Einige Vögel, wie der Zaunkönig, bauen ihre Nester an und um die hervorstehende ehemalige Monierung, was nach dem Abtrennen nicht mehr möglich wäre. Inzwischen wurden Werkzeuge erprobt, die ein einfaches Verbiegen der Eisen möglich machen. So bleiben sie erhalten und der Arbeitsaufwand wird verringert.

Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass der Spagat zwischen Verkehrssicherung und Naturschutz gelingen kann. Der BUND hat hier eine solide Vorarbeit geleistet, auf die die Stiftung aufbauen kann. Die „Alternativen Verkehrs­siche­rungs­maßnahmen“ werden kontinuierlich weiterentwickelt und an die jeweiligen Einzelfälle angepasst, so dass im Laufe der Zeit ein umfangreiches Repertoire entstehen wird.

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