Freckenfeld, WH 14 © Günther Wagner

© Günther Wagner

© Günther Wagner

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Nach dem Krieg ordneten die Alliierten die Schleifung des Westwalls an. Später veranlassten verschiedene Behörden die obertägige Beseitigung von Anlagen, um das Einnisten von Ungeziefer zu verhindern oder um landwirtschaftliche Flächen und Bauland zu gewinnen. Andere Anlagen wurden sich selbst überlassen oder sie wurden zertrümmert, manchmal unter Einsatz von hydraulischem Gerät. Mit dem Schutt wurden die untertägigen Ruinen verfüllt und anschließend übererdet. In den 60er und 70er Jahren wurden daraus entstandene Gefahren­stellen teilweise umzäunt. 
Seit 2008 steht der Westwall und die Luftverteidigungszone West in Rheinland-Pfalz unter Denkmalschutz. Alle verbliebenen Anlagen müssen im aktuellen Zustand erhalten werden. Die meisten der zugehörigen Anlagen sind seit 2014 in Eigentum des Landes. Gehen Gefahren davon aus, ist die Stiftung verantwortlich.

Daher ist die größte Aufgabe der Stiftung die Begleitung von Verkehrssicherungen.

Gefahrenstellen müssen beseitigt werden, Ruhezonen für Tiere im Winterquartier oder an ihren Nistplätzen müssen gewährleistet werden, das Einbringen von Müll und anderem Unrat muss unterbunden werden und das Eindringen in die unter Denkmalschutz stehenden Anlagen muss verhindert werden.

Gefahren erkennen, melden und bewerten

Rote Punkte = Westwallanlage
Blaue Punkte = Luftverteidigungszone West © Günther Wagner

Über 9.000 Anlagen gehören alleine in Rheinland-Pfalz zum Westwall. Durch die regelmäßige Pflege der Westwall-Datenbank der GDKE zum Zustand der Anlagen und durch ein Monitoring durch Ehrenamtliche versuchen wir, die Gefahrenstellen zu finden und zu bewerten. Aber bei so vielen Anlagen kann nicht der Sicherheitszustand jeder einzelnen Anlage ständig überprüft werden.

Daher sind wir auch auf Ihre Hilfe angewiesen. Wenn Sie eine Gefahrenstelle oder andere Auffälligkeit an einer Westwallanlage entdecken, melden Sie dieses der Geschäftsstelle der Stiftung. 

Gefahren können sein ...

  • defekte Zäune
  • Absturzkanten
  • offene Moniereisen
  • offene Gräben oder Becken
  • Erdspalten oder Einspüllöcher
  • Müll, Tierkadaver oder anderer Unrat

Naturschutzfachliche Hinweise zu ...

  • seltenden Pflanzen am Grünen Westwall (wie Farne u.a.)
  • Nistplätze von Wirbeltieren (wie Wildkatzen u.a.)
  • Kontamination von Wasser oder Boden

Ein Sachverständiger wird diesem Hinweis nachgehen und zunächst die Zuständigkeit der Stiftung prüfen. Dann wird der Sachverhalt auf seine Dringlichkeit überprüft und priorisiert.

Verkehrssicherungen

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