Gründungsjahr

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Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat sich 2013 zum Ziel gesetzt, im Einvernehmen mit Umweltschutzverbänden, Einrichtungen der Denkmalpflege, den Initiativen vor Ort, den Kommunen, mit Privaten und Einrichtungen der politischen Bildung eine neue Konzeption zum Umgang mit den Westwallanlagen in Rheinland-Pfalz zu entwickeln. 

Vor diesem Hintergrund sind das Ministerium der Finanzen des Landes Rheinland-Pfalz und das Bundesministerium der Finanzen übereingekommen, das Eigentum an den ehemaligen Westwallanlagen auf das Land zu übertragen. Dazu haben Bund und Land eine Rahmenvereinbarung verabschiedet.

Das Land Rheinland-Pfalz gründete darauf aufbauend die Stiftung am 16.10.2014 über das Landesgesetz zur Errichtung der Stiftung Grüner Wall im Westen – Mahnmal ehemaliger Westwall.

Der Bund hat mit Wirkung zum 01. Oktober 2014 das Eigentum der Westwallanlagen auf das Land übertragen, welche wiederum von der Stiftung betreut werden.

Zu den Westwallanlagen zählen im Wesentlichen:

1. Bunker, befestigte Stellungen, Höckerlinien, sonstige Sperranlagen und künstliche Hindernisse, die in der Zeit des Nationalsozialismus errichtet worden sind,

2. Relikte oder Trümmerteile der in Nummer 1 genannten Anlagen sowie

3. später errichtete Bauten oder neuere Vorkehrungen zur Verhinderung oder Beseitigung der Gefahren, die von den Anlagen ausgehen.

Nicht im Eigentum des Landes bzw. der Stiftung sind

1. Westwallanlagen, die der Bund vor Inkrafttreten dieser Vereinbarung auf das Land oder auf Dritte übertragen hat oder die auf Grundstücken stehen, die Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sind, und

2. unterirdische Anlagen, insbesondere oberflächennahe Grubenbauten, die bergmännisch aufgefahren wurden.

3. Zum Eigentum der Stiftung gehören ausschließlich die Anlagen, nicht aber die Grundstücke, auf denen die Anlagen stehen. 

Aufnahme der Geschäftstätigkeit

© BUND RLP, Eva-Maria Altena

In einer Übergangszeit (2014/2015) wurde die Stiftung kommissarisch vom Umweltministerium RLP verwaltet.

Die erste konstituierende Sitzung des Stiftungsvorstandes fand am 10. März 2015 statt. Frau Staatsministerin (MUEEF) Ulrike Höfken wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt und bekleidet dieses Amt durchgehend bis heute.

In den ersten beiden Sitzungen legte der Vorstand die Satzung und die Geschäftsordnung fest, um im Sinne des Errichtungsgesetzes die Stiftung handlungsfähig zu machen.

Mit Berufung von Jochen Krebühl zum Geschäftsführer am 01. November 2015 wurde die Geschäftsstelle an der Diether-von-Isenburg-Straße 7, 55116 Mainz eingerichtet.

Seitdem werden alle Belange der Stiftung dort entgegengenommen und abgewickelt.

Das Kuratorium der Stiftung tagte erstmalig am 17. Oktober 2017.

Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen der Geschäftsstelle und den Organen der Stiftung statt.

Die Stiftungsaufsicht erfolgt durch das Ministerium für Inneres.